Tipps & Tricks

Das Fundament jeder soliden Baufinanzierung ist ein ehrlicher Kassensturz. Anhand einer Gegenüberstellung Ihrer monatlichen Einnahmen und Ihrer monatlichen Ausgaben erkennen Sie schnell, wie viel Geld Sie jeden Monat für Ihre Baufinanzierung einsetzen können. Am besten gehen Sie dabei in 2 Schritten vor:

1. Schritt:
Sie ermitteln Ihre durchschnittlichen monatlichen Einnahmen und Ausgaben. Unser Haushaltsrechner wird Ihnen hierbei eine nützliche Hilfe sein. Am Ende dieses ersten Schrittes sollten Sie erkennen, welches monatliche Budget Sie zur freien Verfügung haben.

2. Schritt:
Da Sie nun genau wissen, welcher Betrag Ihnen jeden Monat zur freien Verfügung steht, können Sie nun ermitteln, welche Darlehenshöhe Sie mit diesem Betrag finanzieren können.
Neben dem eigentlichen Kaufpreis für Ihre Immobilie, fallen noch diverse Nebenkosten an. Als Faustregel gilt:
Notar, Grundbuch und Grunderwerbssteuer: ca. 5% – Maklerprovisionen: abhängig von Ihrem Verhandlungsgeschick mit Ihrem Makler.
-Kosten für Ihren Umzug
-Kosten für neue Einrichtung und Möbel

Unser Tipp:
Um gegenüber unvorhersehbaren Ereignissen gewappnet zu sein, hat es sich bewährt, immer eine kleine Liquiditätsreserve in Ihre Finanzierung mit einzuplanen.

Annuitätendarlehen gibt es mit Zinsbindungen zwischen 5 und 30 Jahren. Wählen Sie beispielsweise eine 5-jährige Zinsbindung, zahlen Sie 5 Jahre den vereinbarten Zins. Ist Ihr Darlehen nach Ablauf der Zinsbindung noch nicht vollständig getilgt (Regelfall), so müssen Sie entweder ein neues Darlehen aufnehmen, oder das alte Darlehen zu neuen Bedingungen verlängern. Man spricht dann von einer Anschlussfinanzierung.

Je nachdem, ob zum Zeitpunkt der Anschlussfinanzierung die Zinsen hoch oder niedrig sind, wird Ihre weitere Finanzierung entweder teurer (bei höheren Zinsen) oder billiger (bei niedrigeren Zinsen). Als Faustregel gilt deshalb: je niedriger die Zinsen, desto länger sollten Sie die Zinsbindung wählen.

Der Nachteil einer langen Zinsbindung liegt jedoch darin, dass Sie im Falle eines zukünftigen Zinsrutsches nicht davon profitieren. Die Banken bestrafen einen vorzeitigen Ausstieg aus dem Darlehen mit hohen Vorfälligkeitsentschädigungen. Läuft Ihr Darlehen aber bereits 10 Jahre oder länger, haben Sie nach § 489 Abs. 1 Nr. 3 BGB grundsätzlich die Möglichkeit, das Darlehen ganz oder teilweise mit einer Kündigungsfrist von 6 Monaten zurückzuzahlen.

Ihr persönlicher Finanzierungsberater wird mit Ihnen selbstverständlich gerne alle Fragen, Vor- und Nachteile rund um das Thema Zinsbindung abwägen.

Unser Tipp:

Es macht durchaus Sinn, in manchen Fällen das Risiko zu streuen. So können Sie zum Beispiel Ihr Darlehen in mehrere kleinere Darlehen aufteilen. Das Darlehen mit der geringsten Zinsbindung sollte hierbei die größte Tilgung haben.

Bezüglich der Tilgungshöhe gibt es eine Art „goldene Regel“: Der Darlehensnehmer sollte seine Tilgung so wählen, dass er möglichst zu Beginn des Rentenalters sein Darlehen abbezahlt hat. Man geht davon aus, dass mit Beginn des Rentenalters ein neuer Lebensabschnitt beginnt. Da sich damit auch die finanzielle Situation verändert, empfiehlt es sich, möglichst alle größeren Verbindlichkeiten bis zu diesem Zeitpunkt getilgt zu haben. Auf diese Weise wird das finanzielle Risiko stark minimiert.

Wichtig bei der Wahl Ihrer Tilgungshöhe:
Je niedriger das Zinsniveau Ihrer Baufinanzierung, desto länger ist die Laufzeit des Darlehens. Benötigt man bei einem Zinsniveau von 6,0% und einer anfänglichen Tilgung von 1,0% ca. 30 Jahre für die vollständige Tilgung, so benötigt man bei gleichbleibender Tilgung und einem Zins in Höhe von 4,0% bereits 40 Jahre für die vollständige Zurückzahlung des Darlehens.

Die Begründung liegt in der konstanten Kreditrate. Die monatliche Rate (=Annuität) setzt sich aus einem Zins- und einem Tilgungsanteil zusammen. Durch die monatliche Tilgung des Darlehens reduziert sich die Restschuld kontinuierlich. Da die Restschuld jeden Monat geringer wird, die monatliche Kreditrate aber konstant bleibt, erhöht sich jeden Monat der Tilgungsanteil um die ersparten Zinsen.

Bei niedrigen Zinsen reduziert sich der Zinsanteil etwas langsamer, und somit steigt auch der Tilgungsanteil nicht im selben Tempo als bei hohen Zinsen. Daraus ergibt sich der Effekt, dass Sie bei gleicher anfänglicher Tilgung und hohen Zinsen das Darlehen schneller zurückgezahlt haben als bei niedrigen Zinsen.
Bei der Wahl der richtigen Tilgung, sollten Sie im Allgemeinen so kalkulieren, dass Sie möglichst zu Beginn eines neuen Lebensabschnittes größtenteils schuldenfrei sind.

Das Eigenkapital ist einer der wesentlichen Preisfaktoren für Ihre Immobilienfinanzierung. Denn je weniger Eigenkapital bei einer Finanzierung vorhanden ist, desto höher ist das Risiko der Bank. Das höhere Risiko schlägt sich natürlich sofort auf Ihren Zinssatz nieder.

Als Grundregel gilt:
Man sollte mindestens soviel Eigenkapital in die Finanzierung einbringen, dass zumindest die Nebenkosten wie Maklergebühren, Grunderwerbsteuern und Notargebühren vom Eigenkapital bezahlt werden können. Sollten Sie nicht so viel Eigenkapital einbringen wollen, haben wir selbst für Finanzierungen inklusive Nebenkosten und Inventareinrichtung Banken zur Verfügung.
Ob es Sinn macht, mehr Eigenkapital in eine Finanzierung einzubringen, hängt im Wesentlichen von der Nutzung der Immobilie ab.

Selbst genutzte Immobilie:
Wenn Sie Ihre Immobilie selbst nutzen, sollten Sie nach Möglichkeit einen relativ hohen Eigenkapitalanteil in die Finanzierung einbringen. Durch die geringe Darlehenssumme wird nicht nur Ihre monatliche Zinsbelastung gesenkt, sondern Sie werden aufgrund des geringen Risikos auch noch mit einem sehr günstigen Zins belohnt.

Vermietete Immobilie:
Wenn Sie Ihre Immobilie vermieten, spricht aus steuerlichen Gründen viel dafür, möglichst wenig Eigenkapital in die Finanzierung einzusetzen. Hierdurch lassen sich erhebliche Steuervorteile generieren. Diese Steuervorteile sind im Allgemeinen größer als die höheren Zinsen durch das gestiegene Risiko.

Unser Tipp:
Investieren Sie nicht Ihr gesamtes Vermögen in Ihre Immobilie. Behalten Sie immer noch einen gewissen Risikopuffer ein. Verfügen Sie zudem noch über alternative, langfristige Kapitalanlagen (z.B. Lebensversicherung) mit einer höheren Rendite als der Zins Ihrer Baufinanzierung, ist es durchaus ratsam, einen gewissen Teil in die alternative Kapitalanlage zu investieren.

Gerade während der Bauphase gibt es viele Risiken gegen die man sich absichern sollte. Die wichtigsten Versicherungen für die Bauphase haben wir nachfolgend für Sie zusammengefasst.

Bauherrenhaftpflichtversicherung:
Sobald durch das Bauvorhaben Schäden an Dritten entstehen, kann der Bauherr von diesen in Anspruch genommen werden. Dieser Anspruch gegenüber dem Bauherrn besteht auch dann, wenn sachverständige Personen, wie zum Beispiel ein Architekt, Bauleiter oder fachkundige Bauunternehmen beauftragt wurden. Die Bauherrenhaftpflicht deckt Schäden ab, die zum Beispiel durch unzureichend gesicherte Baugruben oder durch herabfallendes Baumaterial entstehen. Da es bei solchen Schäden oft um hohe Summen geht, ist ein Abschluss dieser Versicherung unumgänglich.

Bauleistungsversicherung:
Die Bauleistungsversicherung ist auch als Bauwesenversicherung bekannt, und ist sozusagen die Vollkaskoversicherung für Schäden am Bauwerk und Grundstück während der Bauphase.
Viele der möglichen Gefahren können Sie selbst durch größte Sorgfalt nicht völlig ausschließen. So ist ein Rohbau der Natur relativ schutzlos ausgeliefert. Sturm oder Hochwasser können in wenigen Stunden die Arbeit mehrerer Monate vernichten. Zudem sind Baustellen nur bedingt gesichert. Immer häufiger werden bereits installierte Gegenstände entwendet oder zerstört.
Durch die Bauleistungsversicherung sind in der Regel folgende Schäden versichert:

-Elementarschäden durch Sturm, Frost, Hagel, Regen
-Fahrlässigkeit und Böswilligkeit der Erfüllungsgehilfen und Auftragnehmer
-Beschädigungen durch fremde Personen
-Ausführungsfehler
-Diebstahl von fest mit dem Gebäude verbundener Teile.

Bauhelferversicherung:
Sobald Sie selbst, oder Ihre Verwandten, Freunde oder Bekannte Eigenleistungen erbringen wollen, müssen diese Helfer von Ihnen bei der Berufsgenossenschaft Bau (BauBG) gemeldet werden. Für das Nichtanmelden drohen Bußgelder bis zu EUR 2.500. Die Beiträge dienen dem Versicherungsschutz und sind abhängig von den zu leistenden Arbeitsstunden. Je nach Bundesland variieren die Beiträge zur Berufsgenossenschaft zwischen EUR 1,20 und 1,50 pro geleistete Arbeitsstunde.
Die Versicherungsleistungen der Berufsgenossenschaft sind allerdings nicht sehr umfangreich. Da jedoch gerade bei Bauhelfern und Laien häufig Unfälle passieren, ist es ratsam, zusätzlich eine Bauhelferversicherung abzuschließen. Die Bauhelferversicherung bietet im Falle eines Unfalls einen erweiterten Versicherungsschutz.

Unser Tipp:
Informieren Sie sich auf unser VofiusVersicherung Seite und machen Sie einen Termin.

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